Vasektomie

Sterilisation des Mannes

Unter der Vasektomie bzw. Sterilisation des Mannes versteht man die Unterbindung der Samenleiter. Diese Operation ist eine der effektivsten Verhütungsmethoden. Diese sollte jedoch erst bei abgeschlossener Familienplanung angedacht werden.

Übersicht Vasektomie

Wann ist eine Vasektomie sinnvoll?

Bei der Sterilisation des Mannes werden die Samenleiter durchtrennt – in der medizinischen Fachsprache bezeichnet man diesen Eingriff als Vasektomie. Es handelt sich dabei um einen schnell durchführbaren chirurgischen Eingriff, der eine sichere und dauerhafte Verhütung verspricht. Eine Vasektomie ist dann sinnvoll, wenn die Familienplanung endgültig abgeschlossen ist und (weitere) Kinder kein Thema mehr sind.

Die Vasektomie gehört zu den sichersten Verhütungsmethoden für den Mann. Der sogenannte Pearl Index (Zuverlässigkeit von Methoden zur Empfängnisverhütung) für die Vasektomie liegt bei unter 0.1. Das bedeutet, dass von 1000 Frauen, die sich auf die Verhütung durch die Vasektomie des Mannes verlassen, maximal eine Frau ungewollt schwanger wird. Damit stellt den besten Wert für die Verhütungsoptionen eines Mannes dar.

Wenngleich eine Vasektomie grundsätzlich rückführbar ist und sich Samenzellen auch mittels Biopsie aus dem Hoden gewinnen lassen, sollte die Entscheidung für eine Vasektomie nicht leichtfertig getroffen werden. Man sollte sich als Paar und als Mann daher über die Familienplanung im Klaren sein.

– Schematische Darstellung der Vasektomie –
Die Samenleiter werden unterbunden.

Der Eingriff

Die Vasektomie-OP selbst ist ein unkomplizierter Routine-Eingriff und wird unter Lokalanästhesie durchgeführt. Mit zwei kleinen Schnitten links und rechts wird die Haut am Hodensack geöffnet und die Samenleiter werden „unterbunden“, also durchtrennt. Danach werden die Enden der Samenleiter vom Urologen verschlossen. Durch die örtliche Betäubung treten während des Eingriffs keine oder nur sehr geringe Schmerzen auf. Nach dem Eingriff ist der Hoden jedoch etwas berührungsempfindlich und für 2-3 Tage können auch leichte Schmerzen auftreten.

In der Regel findet der Eingriff ambulant in unserer Ordination in Wien statt.

Nachkontrolle

Um sicherzustellen, dass der Eingriff erfolgreich war und die Samenleiter tatsächlich dauerhaft unterbrochen sind, werden im Abstand von 11 und 12 Wochen nach dem Eingriff zwei Spermiogramme gemacht. Dabei wird jeweils eine Samenprobe auf vitale, also befruchtungsfähige Spermien hin analysiert. Sind in beiden Proben keine Spermien mehr nachweisbar, kann zukünftig auf andere Verhütungsmittel verzichtet werden.

Um die verbleibenden Spermien aus Samenleiter und Samenblase zu eliminieren, sollte zwischen OP und Abgabe des Ejakulats zur Nachkontrolle zumindest 30 Mal eine Ejakulation herbeigeführt werden.

Auswirkungen einer Vasektomie

Es existieren im Internet vielerlei Schreckensgeschichten, die wenig bis keinen Wahrheitsgehalt besitzen. Auch werden das Risiko und die Gefahren einer Vasektomie von diversen Medien übertrieben geschildert. Tatsache ist, dass diese Form der Verhütung weder irgendeinen Einfluss auf die Potenz noch auf die Libido des Mannes hat. Durch die Vasektomie wird lediglich der Weg der Samenzellen zur Harnsamenröhre unterbrochen. Die Spermien werden weiterhin im Hoden produziert, aber zukünftig im Nebenhoden abgebaut. Auch der Hormonhaushalt ändert sich durch eine Sterilisation nicht.

Wie vor jeder Operation sollte ein ausführliches Beratungsgespräch zwischen Urologen und Patient geführt werden.

Überblick einer Vasektomie bei Dr Kuehhas in Wien

NarkoseartLokalanästhesie
Dauer des EingriffesCa. 30 min
Krankenhausaufenthaltambulant möglich
Arbeitsfähigam selben Tag (sitzende Tätigkeit)
Schmerzintensitätgering
Risikoprofilwir klären Sie vor dem Eingriff detailliert über potentielle Risiken auf
Geschlechtsverkehr Geschlechtsverkehr ohne auf eine ungewollte Schwangerschaft achten zu müssen bedarf zweier negativer Spermiogramme
Sportverbot4 bis 6 Tage
Endresultatdie Spermiogramme sollten nach ca. 11 und 12 Wochen nach der Vasektomie durchgeführt werden

Häufige Fragen zur Sterilisation

Ist eine Vasektomie endgültig?
Mittlerweile gibt es Methoden (Refertilisierung), um eine Vasketomie auch wieder rückgängig zu machen. Durch eine Vasovasostomie kann die Zeugungsfähigkeit des Mannes auch wieder hergestellt werden. Trotzdem sollte die Entscheidung für eine Vasektomie nicht leichtfertig getroffen werden und die Familienplanung abgeschlossen sein.
Wie wird geprüft, ob eine Vasektomie erfolgreich war?
Nach einer Vasektomie sind zwei Spermiogramme durchzuführen. Das Ergebnis darf nach korrekter Durchführung keine vitalen und bewegungsfähigen Spermien mehr zeigen. Diese sollten 11 und 12 Wochen postoperativ angefertigt werden. Sobald beide Ergebnisse keinen Nachweis für vitalen Spermien bringen, kann auf eine Verhütung mittels Kondom verzichtet werden. Eine ungewollte Schwangerschaft kann danach nicht mehr eintreten. Bis zur Abgabe der Spermiogramme sollte man bis zu 30 Mal eine Ejakulation herbeigeführt haben um die verbleibenden Spermien im Samenleiter und in der Samenblase eliminieren zu können.
Kann man nach einer Vasektomie noch einen Samenerguss haben?
Auch nach einer Sterilisation können Männer weiter zu einem Samenerguss kommen. Da die Samenflüssigkeit lediglich zu etwa 10% aus Samenzellen besteht ist sieht das Ejakulat vasektomierten Männern mit dem freien Auge auch nicht anders aus, als zuvor.

Ihre Vasektomie bei Dr Kuehhas in Wien

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Dr Franklin Kuehhas ist Facharzt für Urologie und Andrologie. Er durchlief seine Ausbildung und Spezialisierung an den Medizinischen Universitätskliniken in Heidelberg und Wien sowie am University College London. Dort erwarb er auch seine Spezialisierung im Bereich der rekonstruktiven Andrologie. Zu den Schwerpunkten von Dr Kuehhas zählen die Behandlung der Induratio penis plastica, der angeborenen Penisverkrümmung, die Implantation von Penisprothesen und auch die ästhetische Genitalchirurgie beim Mann.