Hypospadie

Die Hypospadie ist einer der häufigsten angeborenen Fehlbildungen des männlichen Genitale. Neben funktionellen Problemen kann die Deformität auch das psychosexuelle Wohlbefinden des betroffenen Patienten negativ beeinflussen. Erfahren Sie mehr über mögliche Behandlungsoptionen.

Hypospadie

Eine Hypospadie gehört zu den häufigeren angeborenen Fehlbildungen im männlichen Genitalbereich. Eine zu kurze Harnröhre führt dazu, dass die Harnröhrenöffnung nicht wie beim gesunden Penis auf der Eichelspitze liegt, sondern sich an der Unterseite der Eichel, seltener auch entlang des unteren Penisschafts oder sogar im Bereich des Hodensacks oder am Damm befindet.

Übersicht

Wie kommt es zur Hypospadie?


Hypospadie ist auf eine Fehlentwicklung bereits im Mutterleib zurückzuführen. Bei Jungen entwickelt sich der Penis gegen Ende des dritten bzw. während des vierten Schwangerschaftsmonats. Kommt es währenddessen zu einer Unterbrechung in der Entwicklung bildet sich eine Hypospadie aus. Abhängig vom Zeitpunkt der Entwicklungsunterbrechung ist die Schwere der Hypospadie. 
Welche Faktoren für die Fehlbildung der Harnröhre verantwortlich sind, lässt noch nicht mit Sicherheit sagen. Aktuell gibt es Hinweise auf genetische Vorbelastungen, aber auch eine Korrelation bei untergewichtigen Frühgeborenen.

Symptome einer Hypospadie

Neben der verkürzten Harnröhre und der damit einhergehenden Fehlstellung der Harnröhrenöffnung, geht eine Hypospadie meist mit einer Spaltung der Vorhaut, sowie einer angeborenen Penisverkrümmung einher. 
Bei schwerer ausgeprägten Formen kann auch der Hodensack zu weit oben liegen oder zweigeteilt sein.

Welche Probleme bringt eine Hypospadie mit sich?

Im Normalfall wird eine Hypospadie heute bereits im Kleinkindalter (etwa mit 6 bis 18 Monaten) behandelt, so dass die Betroffenen mit einem normalen Penis aufwachsen. Unbehandelt kann eine Hypospadie jedoch neben Schwierigkeiten beim Urinieren auch zu sexuellen Problemen im Erwachsenenalter führen. 
Diese umfassen Unfruchtbarkeit, Problemen bei der Durchführung des Geschlechtsaktes durch die Verkrümmung bis hin zu psychosexuellen Problemen, wenn das ungewöhnliche Erscheinungsbild des eigenen Penis zu einer Belastung für den Patienten wird.

Immer wieder kommt es vor, dass eine Hypospadie Erkrankung im Kindesalter übersehen, ignoriert oder als rein kosmetisches Problem eingestuft wurde, was dazu führt, dass auch viele erwachsene Männer betroffen sind.

Behandlung einer Hypospadie beim erwachsenen Mann

Eine Korrektur der Fehlbildung kann nur durch einen operativen Eingriff erfolgen. Die Art der Operation hängt jedoch davon ab, wo sich die Harnröhrenöffnung befindet. Je weiter innen, desto anspruchsvoller der Eingriff.

Wird die Hypospadie früh erkannt und mit einem passenden Eingriff korrekt behandelt, stellt sie für betroffene Kinder eine geringe Belastung dar.

Wurde allerdings im Kindesalter auf eine Korrektur verzichtet ist auch eine Behandlung im Erwachsenenalter möglich. Um einen kosmetischen normalen Penis zu erreichen ist es hier wichtig, sich an ausgewiesene Spezialisten zu wenden. Wie bei jedem anderen chirurgischen Eingriff kann durch die Erfahrung des operierenden Arztes und die Wahl der für den Patienten am besten geeignetste Operationsmethode die Komplikationsrate deutlich reduziert und das gewünschte Resultat erzielt werden.

Ziele einer Hypospadie Behandlung

Das Ziel einer Hypospadie Behandlung liegt immer darin, einen sowohl funktionell als auch kosmetisch „normalen“ Penis zu erreichen. Zusammengefasst heißt das:

  • Harnröhrenverlagerung hin zur Penisspitze
  • Penisbegradigung
  • Möglichkeit eines normalen Urinierens und einer normalen Erektion

Ich leide an einer Hypospadie, was soll ich tun?

Scheuen Sie sich nicht, mit mir in Kontakt zu treten, falls Sie an einer Hypospadie oder den Spätfolgen einer missglückten Hypospadie-Korrektur leiden. In einem diskreten und professionellen Umfeld können Sie mir Ihre Sorgen und Ängste mitteilen.

Lassen Sie uns schon heute gemeinsam eine Lösung finden!

 

Dr Franklin Kuehhas ist Facharzt für Urologie und Andrologie. Er durchlief seine Ausbildung und Spezialisierung an den Medizinischen Universitätskliniken in Heidelberg und Wien sowie am University College London. Dort erwarb er auch seine Spezialisierung im Bereich der rekonstruktiven Andrologie. Zu den Schwerpunkten von Dr Kuehhas zählen die Behandlung der Induratio penis plastica, der angeborenen Penisverkrümmung, die Implantation von Penisprothesen und auch die ästhetische Genitalchirurgie beim Mann.