Therapieoptionen

Vielerlei Behandlungsoptionen stehen Ihnen zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion zur Verfügung. Ein individuelles Behandlungskonzept ist die Basis einer erfolgreichen Therapie. Erfahren sie mehr.

Behandlungsoptionen

Überblick der konservativen Therapieoptionen

Ein offenes und ehrliches Gespräch über die zugrundeliegende Problematik ist die Basis für jeden weiteren Behandlungsschritt. Die Beschwerdesymptomatik muss zuerst klar definiert werden bevor eine umfassende Diagnostik (Ultraschall, Labor) erfolgen kann.

Neben den vorhandenen Therapiemöglichkeiten sollte auch der Lebensstil überdacht werden. Zudem ist dem Hormonprofil Beachtung zu schenken um Defizite gegebenenfalls mittels einer Hormonersatztherapie ausgleichen zu können.

Erfahren sie mehr über mögliche Behandlungsoptionen:

Orale Medikation

Die Phosphodiesterase-5-Inhibitoren zählen zur First-line-therapy (Erstlinientherapie) bei der erektilen Dysfunktion. Unter Erstlinientherapie versteht man die bevorzugte Therapie die als Erstes zur Behandlung eingesetzt werden sollte. Die PDE-5-Hemmer sind in Tablettenform erhältlich und werden oral eingenommen.

Der Wirkmechanismus findet sich in der Erweiterung (Vasodilatation) der Gefäße. Nachfolgend kommt es zu einer gesteigerten Blutfüllung der Schwellkörper wodurch eine Erektion leichter erlangt und besser aufrechterhalten werden kann. Zu den Wirkstoffen der PDE-5-Hemmern zählen: Sildenafil (Handelsname: Viagra), Vardenafil (Handelsname: Levitra), Tadalafil (Handelsname: Cialis) und Avanafil (Handelsname: Spedra).

Den aktuellen Studien nach ähnelt sich die Wirkung aller genannten Wirkstoffe. Die Dauer der Wirkung unterscheidet sich jedoch, daher muss die Auswahl des Wirkstoffes individuell getroffen werden.

Vakuum­erektionshilfen

Die Verwendung einer Vakuumpumpe kann das Erlangen einer Erektion unterstützen und in Kombination mit anderen Hilfsmitteln verwendet werden. Durch das Einführen des Penis in einen Glas- oder Plastikzylinder und dem gleichzeitigen Entzug der Luft entsteht ein Vakuum welches den Blutfluss in den Penis steigert. Sobald eine ausreichende Erektion erlangt wurde ist ein Penisring an der Peniswurzel anzubringen um den Blutrückfluss durch diese Maßnahme unterbinden zu können.

Allerdings führt die Verwendung des Penisrings zu Beschwerden bei der Ejakulation. Hinzu berichten viele Patienten die durch die Vakuumpumpe herbeigeführte Erektion als unnatürlich zu erleben. Die Zufriedenheitsrate der Vakuumerektionshilfen fällt mit 25 bis 49 % gering aus. Es ist zu erwähnen, dass die Vakuumpumpe nicht über 30 Minuten hinaus angewendet werden sollte, da es bei einer lang andauernden Verwendung zu irreversiblen Schäden kommen kann.

Intraurethrale Medikation:

Beim Gebrauch von intraurethraler Medikation zur Therapie der erektilen Dysfunktion wird ein Gel mittels eines Applikators in die Harnröhre eingebracht. Der enthaltene Wirkstoff -Prostaglandin E1 – erhöht den Blutfluss in den Penis was durch die vasoaktive Aktivität bewerkstelligt wird.

Dem Patienten bleibt bei dieser Anwendungsform der Umgang mit Spritzen und Nadeln erspart. Wogegen die Injektionstherapie jedoch eine stärkere Wirkung mit sich bringt.
Bei der Anwendung der intraurethralen Medikation wird häufig über Schmerzen im Penis oder in der Harnröhre geklagt, welche nach der Applikation des Gels auftreten.

Ob diese Behandlungsmethode bei Ihnen eingesetzt werden kann bzw. soll, erfahren sie in einem ausführlichen Beratungsgespräch.

Intrakavernöse Injektionstherapie:

Die intrakavernöse Injektionstherapie wird auch als Spritze in den Penis bezeichnet. Dabei wird der Wirkstoff mit Hilfe einer Spritze in den Schwellkörper injiziert (gespritzt). Die Anwendung sollte unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr erfolgen und hält – sofern die richtige Dosierung gewählt wurde – zirka 30-60 Minuten an.

Meist kommt der Wirkstoff Prostaglandin E1 (Caverject) zum Einsatz. Je nach Ausprägungsgrad der Potenzstörung kann man auch zusätzliche Substanzen wie Papaverin und Phentolamin beimischen um die Wirksamkeit der Injektion zu erhöhen. Jedoch erweitert sich dadurch auch das Nebenwirkungsspektrum. Gefürchtet ist die anhaltende Erektion (Priapismus), welche bei fehlender Behandlung zu irreversiblen Vernarbungen im Penis führen kann.

Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT):

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) zählt zu einer neuartigen Behandlungsmethode der erektilen Dysfunktion. Diese Therapiemethode wird seit geraumer Zeit in verschiedenen Fachbereichen der Medizin zum Einsatz gebracht. Ebenso konnte ihre positive Wirkung bezogen auf die erektile Dysfunktion in mehreren Studien belegt werden.

Bei der Stosswellentherapie erfolgt durch die Applikation der Stosswellen die Stimulation der so genannten Neo-Angiogenese, also der Bildung von neuen Blutgefäßen. Dies führt zu einem erhöhten Blutfluss zum Penis bei sexueller Stimulation und zu besseren Erektionen.

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Schwellkörper­implantate (Penisprothese):

Bei einem höheren Schweregrad der Potenzstörung muss an einen Schwellkörperersatz gedacht werden. Hierbei handelt es sich um Schwellkörperimplantate welche den verlorenen Erektionsmechanismus wiederherstellen können.

Als Synonym werden diese auch als Penisprothese bezeichnet. Diese Behandlungsform ist mit einer hohen Effektivität vergesellschaftet (bis 98% Patientenzufriedenheit), sollte jedoch nur bei einer ausgeprägten Form der erektilen Dysfunktion in Betracht gezogen werden, da diese Maßnahme irreversibel ist. Die Penisprothese ersetzt nicht Ihren Penis, sondern ermöglicht wieder gute Erektionen.

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Die Auswahl der richtigen Therapie

Welche der kurz umschriebenen Behandlungsoptionen für Ihren individuellen Fall am besten zu tragen kommt, wird Ihnen Dr. Kühhas nach einer gründlichen Untersuchung und einem ausführlichen Beratungsgespräch näher erläutern.

Vergessen Sie nicht, dass eine Lösung für Ihr Problem existiert. Sprechen Sie dieses daher offen an und nennen Sie Ihre Wünsche und Ziele. In unserer Ordination finden Sie einen kompetenten Ansprechpartner, der Ihnen helfen kann wieder Lebensqualität und ein erfülltes Sexualleben zu erlangen.

Dieser Belastung muss jedoch nicht standgehalten sondern Paroli geboten werden – ein offenes Gespräch mit einem Urologen, der die Andrologie als sein Spezialgebiet nennt, ist der erste Schritt dafür dies zu tun.