Was ist die Peyronie-Krankheit?
„Peyronie-Krankheit“ ist lediglich eine andere Bezeichnung für die erworbene Penisverkrümmung. Während im deutschen Sprachraum neben dem deutschsprachigen Begriff vor allem die medizinische Bezeichnung „Induratio Penis Plastica“ (von lat. „induratio“ – Verhärtung) oder kurz IPP geläufig ist, spricht man im angelsächsischen Raum eher von der „Peyronie’s Disease“.
Der Name geht zurück auf den französischen Chirurgen François Gigot de la Peyronie, Leibarzt von König Ludwig XV., der die erworbene Penisverkrümmung im Jahr 1743 als erster systematisch beschrieb. In der Folge wurde sie zunächst französisch als „Maladie de La Peyronie“ bzw. lateinisch als „Morbus Peyronie“ bekannt. Damit ist die IPP – oder eben Peyronie-Krankheit – eine der wenigen urologischen Erkrankungen, die nach ihrem Entdecker benannt wurde.
Die erworbene Penisverkrümmung ist eine häufig vorkommende Bindegewebserkrankung des Penis und betrifft etwa 10 % aller Männer. Durch die Ausbildung von Narbengewebe am Penisschaft (Plaque) können sich die Schwellkörper bei einer Erektion nicht mehr gleichmäßig entfalten, sodass es zu einer Deviation (Krümmung) der Penisachse kommt. Neben Verkrümmungen können auch Deformitäten (z. B. Einkerbungsdefekte / Sanduhrdeformität) hinzukommen.
Abhängig vom Krankheitsstadium kann eine IPP-Erkrankung mit einer konservativen oder operativen Therapie behandelt werden. Eine frühzeitige Abklärung bei einem Urologen ist daher essenziell.