Penisverkrümmung: Wann ist eine Operation sinnvoll – und welche Methode ist die richtige?
Die Induratio penis plastica (IPP), auch als erworbene Penisverkrümmung oder Peyronie-Krankheit bekannt, betriff im Laufe des Lebens verschiedensten Schätzungen zufolge etwa 10% aller Männer. Eine IPP entsteht durch die Ausbildung einer fibrotischen Plaque in der Tunica albuginea – dem Bindegewebsmantel des Penis – und führt zu Penisverkrümmung, Einschnürungen (Sanduhrmissbildung) und häufig zu einem subjektiven Längenverlust. Bis zu 80 Prozent der betroffenen Männer berichten über ein Verkürzungsgefühl. Neben den körperlichen Einschränkungen belastet die Erkrankung viele Patienten psychisch erheblich: Depressionen, Beziehungsprobleme und sozialer Rückzug sind keine Seltenheit. Eine Begradigung ist in der Regel nur durch einen chirurgischen Eingriff möglich und kann erst durchgeführt werden, nachdem die Erkrankung in die chronische Phase übergegangen ist.