Spontane Selbstheilung bei IPP?

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04.12.2018

IPP Selbstheilung möglich?

Viele Männer, die von einer erworbenen Penisverkrümmung, der Inudratio Penis Plastica betroffen sind, hoffen lange auf eine Spontanheilung der IPP und verzögern den Besuch beim Arzt.

Tatsächlich ist eine komplette Selbstheilung der IPP so gut wie ausgeschlossen. Zwar kommt es in etwa 10% der Fälle zu einer Verbesserung der durch die IPP verursachten Veränderungen am Penis, Restdeformitäten werden aber immer vorhanden sein.
Dazu ist eine solche Besserung nur in der akuten Phase der Krankheit möglich. Sobald die Induratio Penis Plastica in die chronische Phase übergeht, ist jegliche Art einer Spontanheilung faktisch ausgeschlossen.

Grundsätzlich läuft die erworbene Penisverkrümmung in zwei Phasen ab. In der ersten, der akuten Phase treten Knoten am Penis auf, es kommt zu Schmerzen und der Penisschaft krümmt sich oder bekommt Einkerbungen.
Während dieser Phase können sich die Deformitäten verändern, wodurch es eben auch zu einer Besserung, also einer vermeintlichen Selbstheilung kommen kann. Eine solche Verbesserung tritt aber nur in etwa 10% der Fälle auf. In 30-40% der Fälle dagegen entsteht die Penisverkrümmung mehr oder weniger spontan und ändert sich auch vom ersten Tag an kaum mehr. Bei 50-60% der Betroffenen allerdings kommt es während der akuten Phase der IPP zu einer Verschlechterung, also zu einer zunehmenden Deformierung des Glieds. Sobald die Krankheit dann die zweite, chronische Phase erreicht hat, ändern sich die Verformungen des Penis nicht mehr.

Während der akuten Phase der IPP stehen eine Reihe von konservativen Behandlungsmethoden zur Verfügung, mit denen Symptome gelindert werden können und unter Umständen sogar der Krankheitsverlauf bis zu einem gewissen Grad aufgehalten werden kann. Insbesondere die Behandlung der Penisverkrümmung mit der Kollagenase XIAPEX verspricht hier gute Erfolge. Ist die Erkrankung erst in die chronische Phase übergangen, verspricht meist nur mehr ein operativer Eingriff Besserung.

Ich empfehle betroffenen Männern jedenfalls frühzeitig zum Facharzt zu gehen und das Problem mit dem Spezialisten gemeinsam zu besprechen. Ein reines Hoffen auf spontane Selbstheilung ist – wie bei allen anderen Krankheiten – nicht die Lösung.